am Dienstag den 15.10.07 waren zwei Bergfreunde aus dem Raum München im Schönberggebiet unterwegs als einer der Beiden einen Herzinfarkt erlitt und verstarb. Die beiden Männer wollten mit ihren Bergrädern von Fleck über den Bauernrastweg in Richtung Schönbergalm hochfahren. Plötzlich kippte der ältere der Beiden, ein 69-jähriger Münchner, bewußtlos vom Rad und blieb regungslos liegen. Sein Bergkamerad begann sofort mit der Wiederbelebung, konnte aber keine Hilfe holen, weil er alleine war und kein Handy bei sich hatte. Als die Reanimationsversuche erfolglos blieben, fuhr der Bergkamerad mit seinem Radl nach Fleck und alarmierte über die Retttungsleitstelle den Einsatzleiter der Bergwacht. Sofort rückte der Einsatzleiter und weitere Bergwachtler aus Lenggries aus und baten um Unterstützung durch einen Rettungshubschrauber. Leider waren die Ortsangaben irreführend und so steuerten die Bergwachtler und der Christoph Murnau den falschen Einsatzort an. Es begann eine kurze Suche in der alle Möglichkeiten ausgeschöpft wurden. Nach ca 10 min kam der eintscheidende Hinweis, der Bergkamerad hatte nach der Alarmierung sein Handy aus dem Auto mitgenommen und die Einsatzkräfte zur Einsatzstelle gelotst. Leider konnte der Notazt nur mehr den Tod feststellen. Der Verstorbene wurde nach Lenggries in die Leichenhalle am Waldfriedhof gebracht

Am Mittwoch um 13:15 Uhr rückten die Bergwachtler ins Brauneckgebiet aus. Auf dem Höhenweg vom Brauneck zur Benediktenwand hatten zwei Bergwanderer den Weg verlassen und waren in steiles, felsdurchsetztes Steilgelände geraten. Die Frau, eine 55 jährige Münchnerin war ca 20 m abgerutscht und hatte sich eine Rippenfraktur zugezogen. Der Einsatzleiter forderte einen Rettungshubschrauber zur Unterstützung an. Während 3 Bergwachtler mit dem Einsatzfahrzeug uns Einsatzgebiet fuhren, nahm der Christoph Murnau den Einsatzleiter in Lenggries auf und setzte diesen mit dem Notarzt an der Unfallstelle ab. Das Einsatzfahrzeug war an der Stie Alm angekommen, als ein weiterer Bergwachtler vom Christoph Murnau aufgenommen und mit der Winde im Steilgelände abgesetzt wurde. Nach der Versorgung wurde das Ehepaar mit der Rettungswinde, aus der misslichen Lage befreit. Ein Bergwachtler querte noch in das Steilgelände und brachte den Hund des Ehepaares in Sicherheit. Die Frau wurde nach Lenggries und von da mit dem Rettungswagen in die Asklepios Stadtklinik gebracht.

Die Einsatzkräfte konnten nicht mehr helfen.

 

Glückliche Rettung.
Landung des Christoph Murnau an der Stie Alm, nachdem der Ehemann mit einem
Bergwachtler im Doppelwinchverfahren aus dem Steilgelände geholt wurde. Der Not-
arzt kümmerte sich um die verletzte Ehefrau die ebenfalls mit der Winde gerettet wurde.