Lenggries - Weil die Sportanlage des Lenggrieser SC an der Bundesstraße 13 umgestaltet wird, musste die Gemeinde für die Rettungshubschrauber einen neuen Landeplatz suchen.

Die Neustrukturierung der Sportanlage, die heuer beginnen soll, ist eine erfreuliche Sache. Die Gemeinde stellt sie aber vor ein Poblem, diente der Ort doch bislang auch als Landeplatz für Rettungshubschrauber. Für die Dauer der Bauarbeiten muss daher eine Ausweichmöglichkeit her. "Wir haben uns ziemlich lange Gedanken gemacht", sagt Hemut Potstada vom Ordnungsamt. Schließlich darf der Aushilfslandeplatz nicht zu weit von der Bergwacht-Station entfernt sein. "Im Ernstfall muss die Bergwacht in sieben bis zehn Minuten am Hubschrauber sein können", erklärt Potstada. Sehr abgelegene Grundstücke schieden daher aus - genauso wie landwirtschaftlich genutzte Wiesen. "Offensichtlich wird durch den Hubschrauber das Gras so niedergedrückt, dass es sich nicht wieder aufrichtet. Downwash heißt das in der Fachsprache", erklärt der Verwaltungsmitarbeiter.

Fündig wurde man schließlich auf einem gemeindeeigenen Grundstück. Gestartet und gelandet wird neben dem Sportplatz der Grund- und Hauptschule. "Auf dem Sportplatz selber geht das nicht, weil er eingezäunt ist und wir das Tor nicht immer offenlassen können." Die daneben vorbeiführende Einbahnstraße - die Verbindung zwischen Geierstein- und Goethestraße - sei aber ideal.

Natürlich bedeutet das eine gewisse Lärmbelästigung für die dortigen Anwohner. Die Bergwacht gehe aber nur von zehn bis 15 Starts und Landungen pro Jahr aus. "Das Luftamt Süd hat gesagt, das ist den Anwohner zuzumuten", sagt Potstada.

Voraussichtlich bis Herbst 2011 werden Huschrauber den Ausweich-Platz neben der Schule ansteuern. Dann sollen die Arbeiten auf der Sportanlage nahe der Bundesstraße 13 abgeschlossen sein - und dann wird auch dort wieder der Landeplatz eingerichtet. (va) (Quelle: http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/hubschrauber-landen-bald-schule-748669.html)