02.08.2011 - Segelflieger geborgen
Am 01.08 hat sich eine Frau beim Abstieg von der Kotalm eine Fußverletzung zugezogen und konnte nicht mehr selbstständig absteigen. Die Bergwacht fuhr mit dem Einsatzfahrzeug in Richtung Kotalm, versorgte die Frau und brachte sie nach Lenggries.
Am 02.08 wurden die Retter zu einem Flugunfall ans Galgenstangenjoch gerufen. Ein Segelflieger war ins Trudeln gekommen und nach einer Baumberührung ins Steilgelände gestürzt. Zur Unterstützung wurde ein Such und Rettungshubschrauber der Bundeswehr angefordert der in Vorderriß zwei Bergwachtler mit an Bord nahm. Nach einem kurzen Suchflug konnte die Absturzstelle geortet und die beiden Bergwachtler abgesetzt werden. Sie begannen mit der med. Versorgung des schwer verletzten Piloten. Ein ebenfalls eingetroffener Christophorus Rettungshubschrauber aus Innsbruck übernahm den Patienten und brachte ihn nach Garmisch in die Notaufnahme. Nach diesem Einsatz flogen die Retter mit dem SAR Hubschrauber zum nächsten Einsatz. Ein junger Gleitschirmpilot hatte beim abendlichen Flug vom Brauneck den Gleitwinkel seines Fluggerätes falsch eingeschätzt und war in einem Baum hängen geblieben. Auch eine bodengebundene Mannschaft machte sich auf den Weg zum Einsatz. Der Pilot wurde vom Baum abgeseilt, das Fluggerät geborgen.
Am 05.08 wurde dann der zerstörte Segelflieger vom Berg geholt. Der Tölzer Segelflugverein -als Besitzer der Unglücksmaschine- beauftragte die Bergwacht Lenggries und das private Hubschrauberunternehmen Heli Travel HTM aus München, da die Absturzstelle nur auf dem Luftweg erreichbar war. Die Unfallaufnahme durch Alpinbeamte der Polizei Bad Tölz war abgeschlossen und das Wrack durch die Staatsanwaltschaft zur Bergung freigegeben. So starteten wir um 12:30 Uhr mit dem Transporthubschrauber Eurocopter AS-350 Ecureuil zur Unglückstelle. Der Rumpf des Segelflugzeugs war gebrochen und wurde für den Transport von uns auseinandergesägt. Die beiden Tragflächen wurden mit Flaschenzügen in die Nähe des Rumpfes gezogen und die Kleinteile in einem Transportsack verstaut. Dadurch war es möglich, in einem einzigen Transportflug alle Teile ins Tal zu bringen. Der Flughelfer der Fa. HTM trug Sorge dass die Flugzeugzeile richtig an das 20m lange Tau eingehängt wurden, das am Helikopter angebracht war. Um 14:00 nahm uns der Hubschrauber, zum Rückflug ins Tal, im Schwebeflug an der Unglücksstelle auf und wir konnten im Tal, die Bergung mit der Übergabe der Wrackteile an den Segelflugverein abschliessen.




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