Am Samstag wurde die Sommerübung abgehalten. Thema war die Rettung eines Bergwanderers mit einer schmerzhaften Fußverletzung auf dem Weg zur Benediktenwand. Auf diesem wunderbaren Gratweg sind viele Bergwanderer unterwegs, doch eine bodengebundene Rettung ist wegen dem felsigen Gelände sehr aufwändig und wird normalerweise mit einem Hubschrauber durchgeführt. Sollte aber wegen schlechtem Wetter ein Hubschrauber nicht fliegen können muss der Verletzte mit der Gebirgstrage geholt werden was aufgrund der Länge des Gratweges lange dauern würde. Deshalb ist ein Notabstieg über die Südseite der Achselköpfe, mit einem langen Dyneemaseil eine gute Alternative. Und genau das wurde geübt. Am Vormittag in der Stationsausbildung, die Dyneemaseiltechnik bzw. ein Seilparcour im Absturzgelände, mit dem gesicherten Auf- bzw. Abstieg, Quergängen und dem Seilgeländerbau. Am Nachmittag war dann am ersten Achselkopf der gesamte Rettungsablauf dran. Sicherungs- und Seilgeländerbau am Einsatzort, der Aufbau des Dyneemaseils, das Abseilen über eine Abseilpiste und sichere Rückmarsch. Nach der Übung konnte der große Durst und Hunger auf der Bergwachthütte bei einer gemütlichen Brotzeit gestillt werden. Um 21:00 Uhr, nach 13 Stunden stiegen wir müde, aber mit einem guten Gefühl ins Tal ab.