Neubau

Neubau Bergrettungswache

Unsere aktuelle Bedarfsanalyse schließt den jetzigen Standort für eine Erweiterung aus. Die Bergwacht Lenggries braucht einen Neubau. Das ist in der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 19.03.18 deutlich geworden.

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Der Platzbedarf der Bergwachtrettungsstation in Lenggries hat sich in den letzten Jahren stark vergrößert. Grund dafür sind die stetige Weiterentwicklung der professionellen Bergrettung und gestiegene Einsatzzahlen.

Spezialeinsatzgruppen wie beispielsweise die Canyon Rettung Isarwinkel sind entstanden und es gibt immer mehr Material sowie neue Errungenschaften. Dazu gehören unter anderem mehrere Einsatzfahrzeuge, Materialanhänger und Schneemobile. Genügend Platz, um alles zentral unterzubringen, gibt es derzeit aber keinen an der Bergrettungswache.

Auch die bauliche Entwicklung in Lenggries hat dazu geführt, dass der jetzige Standort in der Karwendelstraße 26 b nicht nur unpraktikabel, sondern sogar gefährlich ist. Die vor 35 Jahren erbaute Rettungswache liegt inzwischen mitten im Wohngebiet. Ein Fußweg, der von Kindern zum Spielen genutzt wird, verläuft unmittelbar vor den Garagen der Einsatzfahrzeuge. Beim Rangieren besteht eine erhöhte Gefahr für Kinder und Fußgänger, welche auch mit Verkehrsspiegeln und Umsicht nicht gebannt werden kann. Zudem erfolgt die Fahrt mit Blaulicht auch nachts und an Wochenenden mitten durch den Ort. Weiter herrscht im Einsatzfall auf der einspurigen Sackgasse akute Kollisionsgefahr zwischen an- und ausrückenden Einsatzkräften.

Die Liste der Missstände ist lang und kann nur durch umfangreiche Baumaßnahmen gelöst werden. Wie die Lenggrieser Bergwacht in ihrer ausführlichen Bedarfsanalyse herausgefunden hat, ist ein Erweiterungs- oder Neubau am jetzigen Standort auf Grund des herrschenden Platzmangels aber nicht möglich. Um die Situation zu veranschaulichen, stellte Bauamtsleiter Anton Bammer die Grundstücksflächen gegenüber. Derzeit steht die Rettungsstation auf 895 m². Nach der Bedarfsanalyse würden aber 2065m² benötigt, um allen Normen und DIN Vorschriften gerecht zu werden.

Wo diese Fläche zu finden ist, ist die nächste Herausforderung, der sich nun Lenggries stellt. Als mögliche Standorte kommen nur Grundstücke in Frage, die außerhalb einer Wohnbebauung liegen, wie beispielsweise in den Ortsteilen Anger oder Wegscheid. Da 80 Prozent der Einsätze am Brauneck durchgeführt werden, wäre eine nahe Anbindung an die B 13 ebenfalls von Vorteil. Für Kostenschätzungen oder genaue Baupläne sei es viel zu früh, so Bereitschaftsleiter Christoph Brenninger nach der Sitzung. Es ging heute nur um die Information für die Gemeinderäte. Ein Beschluss wurde nicht gefasst. „Wir stehen noch am Anfang und hoffen, dass wir gemeinsam mit der Gemeinde ein geeignetes Grundstück finden, um dann in die Detailplanung gehen zu können“.

Nach einer fundierten Bedarfsanalyse der Anfahrtswerge, unter Berücksichtigung der Einsatzschwerpunkte, haben Standorte nördlich von Lenggries eine geringere Priorität.

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